Vom Quittenbaum, seinen Früchten und seinem Leben
Eine Art Liebeserklärung

Quittenkäse nach Margarete Arlt (in Gedenken)
Quitten putzen (schälen und entkernen), fein schneiden und in einem Topf füllen.
Mit so viel Wasser aufgießen, dass sie bedeckt sind. Eventuell etwas Zitronensaft dazu- damit die Früchte nicht braun werden.
Gut kochen bis die Früchte ganz zerfallen sind, dann durch ein Sieb streichen (hier lohnt sich ein feines Sieb, dann wird der Quittenkäse zart und kompakt).
Die Masse 1:1 mit Zucker versetzen und unter ständigem Rühren einkochen.
Wenn die Masse sehr zäh wird und beginnt sich vom Topf zu lösen auf ein mit Backpapier verkleidetes Blech streichen und trocknen lassen.
Trocknen kann man die Masse im Backofen ca. 50 Grad Umluft, oder auch im Zimmer.
Das Trocknen dauert mehrere Tage.
Die Masse sollte sich schneiden lassen, Gummiartig und rötlich-braun werden (kann auch heller bleiben-Zitrone!).
Dann in Quadrate oder Rauten schneiden und in Zucker wenden.
Anschließend in Gläser oder Dosen schichten (mit Papier dazwischen).
Von diesem Grundrezept gibt es verschiedene Varianten.
Ich verwende weniger Zucker. Auf 1kg Brei nehme ich höchstens 800g Zucker.
Ich nehme auch weniger Wasser, wobei das nicht wichtig ist.
Manche machen vom ersten Abguss des Quittensaftes ein Gelee und verwenden nur den Rückstand des Fruchtfleisches für den Quittenkäse.
Auch das ist gut!
Eine Variation die ich sehr gerne mag ist die, dem Wasser noch andere Fruchtsäfte beizumengen, um den Quittenkäse zu färben und verschieden zu „aromatisieren".
Bsp.: etwas Schlehensaft, rote Rübensaft,Traubensaft, Hagebuttenmus, Sanddornmus, 1 Apfel, 1 Banane,...
Nur sparsam verwenden!
Die Quitten sind sehr mild und brauchen nicht viel um den Geschmack zu verändern.
Man muss die fertigen Stückchen auch nicht in Zucker wälzen, sondern kann stattdessen geriebene Nüsse oder Cocosflocken verwenden.
Das ist ganz dem eigenen Geschmack überlassen.
Ein ganz besonderer, gesunder, Konfekt, der immer wieder gern verschenkt und genascht wird!

Quitten-Duftwasser
Die Schale der Quitte kann man destillieren und das Hydrolat als Raumspray verwenden.
Es duftet sehr angenehm erfrischend und belebend und nimmt unangenehme Gerüche fort.
Auch im Auto!
Und noch viel mehr!
Die Kerngehäuse kann man auch trocknen und mit anderen Früchten als Gelierhilfe für Marmeladen mitkochen.
Auch für Tee sind Schale und Kerngehäuse geeignet.
Sie enthalten viel Pektin, Gerbstoffe und anderes was der Verdauung und der Atmung wohl tut.
Überall wo man entzündungshemmenden Schleim benötigt kann Quittentee getrunken werden.
Auch als Beigabe in einen Früchtetee, mit Hagebutte und Apfelschalen oder in eine andere Mischung passen sie gut.
In einen Hustentee mit Malve, Königskerze und Süßholz. In einen Verdauungstee mit Fenchel und Löwenzahnwurzel.
(Zusammengefasst und geschrieben von Ursula Kurmann, 2011)

Quitte - Eine Art Liebeserklärung
von Renato Strassmann
liegt hier zum kostenlosen Download bereit:
(Es ist eine PDF-Datei. Um sie öffnen und lesen zu können brauchst Du den ADOBE READER®)
Aktualisiert (Freitag, den 28. Oktober 2011 um 20:31 Uhr)





















