Die „Appenzeller Husröiki“
Am 24. Dezember wird damit Haus und Hof geräuchert. Zuerst wird um das Haus und den Hof im Freien herum die Räucherpfanne mit der Räucherung getragen. Es folgen die Stallungen, um dann im Wohnhaus, vom Keller zum Dachboden in jedes Zimmer die Räucherung hineinzutragen.
Während der Mann räuchert, bereiten Frau und Kinder die Vesper, bestehend aus Lebkuchen, Dörrbirnen, Butter, Käse, Brot und Milchkaffee, vor. Dabei werden sowohl vom Mann als auch von der Frau und den Kindern Gebete gesprochen.
Nach der Räucherung wird die Vesper gemeinsam in der Küche gegessen.
Jetzt ist Weihnachten!
Diese Räucherung ist als Dank- und Bitträucherung noch im Ritus.
Oft wird die Zeremonie am 6. oder 7. Januar nochmals wiederholt.

Die Rezeptur:
Harz
Ziegelmehl (gebrannte Tonziegel die fein zerstossen werden)
Kalkmehl
(evtl. Getreidemehl)
Herstellung:
Das Harz wird in einer Blechdose erhitzt und verflüssigt. Danach durch einen Nylonstrumpf sieben
(Vorsicht: Das Harz ist sehr heiss!)
Mit Löffel-Portionen in die Schale mit Tonmehl schöpfen.
Das Harz mit einem Holzstab im Ziegelmehl gut durchmischen.
Zu runden Kugeln („Bollen“) formen und anschliessend in die Schale mit Kalk- oder Getreidemehl schöpfen.
Gut durch drehen und trocknen lassen.
Aktualisiert (Freitag, den 24. Dezember 2010 um 09:38 Uhr)





















